DEBUT ALBUM REVIEW


SLEAZE-METAL

Autor: Jörg
Schweden und kein Ende würde ich sagen, aber schlecht ist diese Tatsache nun auch nicht, dass wir aus diesem Lande regelmäßig mit neuen Bands zugeballert werden. So machen sich nun auch die 4 Kurzhaarigen Sleazerrocker von Violent Divine auf via Chavis Records die Welt zu erobern. Als Inspiration der Band werden Mötley Crüe, Rat, Van Halen und Ratt aufgeführt, doch zu hören ist davon im Sound der Band nicht mehr als zu viel.

Violent Divine zählen eher zu der neueren Generation von Sleazerockern wie es die Hardcore Superstars oder auch Buckcherry tun. Soll bedeuten mit einer gehörigen Punkschlagseite geht's hier zu. Das Album macht auch zu Beginn des Albums eine echt gute Figur und fetzt mit "Let´s Go", "Love Revolution" und "The Morning Show" ab. Leider wird das anfängliche recht hohe Niveau nicht über das gesamte Album gehalten. Denn mit der Zeit schleicht sich irgendwie ein klein wenig Langeweile ein und die Songs rauschen mit zunehmender Spielzeit immer mehr an einem vorbei.

Mir stößt zudem Sänger Michael Ahlstorm ein wenig sauer auf, denn zu seinen Vorbildern zählen sicher solche Nullen wie Lane Stanley oder Jammerpriester Eddie Vedder, deren Gesang nun wirklich nur von Leuten ertragen werden kann, die noch bei 35 Grad im Schatten ihre Kopfsocke tragen. Auch der Vergleich mit Creed schiesst mir durch die Birne.
Violent Divine hätten meiner Meinung nach das Album ein wenig abspecken und ein paar Tracks weniger mit auf die CD nehmen sollen, dann wäre die Scheibe deutlich kompakter ausgefallen und wäre sicher durchschlagender gewesen. An der Produktion der CD kann man nämlich gar nichts aussetzen, die ist astrein und der Klang ist super. Leider hapert es bei Violent Divine an den durchgehenden guten Song-Ideen. Wobei mir persönlich noch der Jammer-Gesang nach einiger Zeit gehörig auf die Eier geht.

Kurz und knapp gesagt, das erste Album von Violent Divine ist schon soweit in Ordnung, nur sollte man dann bei nächsten Mal eine Steigerung erwarten können.

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